Advent darf glitzern, duften und leuchten – aber bitte nicht zu ernst! Zwischen Plätzchenkrümeln, Geschenkpapier und der Suche nach dem letzten freien Haken für eine Lichterkette ist schließlich genug Platz für ein wenig Humor. Mit einfachen DIY-Ideen wird die Vorweihnachtszeit noch fröhlicher: Wir basteln lustige Dekorationen, verwandeln Alltagsmaterialien in kleine Hingucker und bringen sogar den Adventskalender zum Schmunzeln.
Ich mag Projekte, die nicht perfekt aussehen müssen. Ein schiefes Geweih, ein etwas zu breites Grinsen oder eine überraschend bunte Farbkombination machen selbst gebastelte Dinge oft besonders charmant. Also: Schere, Kleber und gute Laune bereitlegen – und los geht’s mit einer Adventszeit, die sich leicht anfühlt und gerne ein bisschen kichert.
Lustige Adventsdeko aus Papier
Papier ist ein wunderbares Bastelmaterial, weil es fast immer zur Hand ist. Alte Geschenkpapierreste, bunte Zeitschriften, Kraftpapier oder ausgediente Notenblätter bekommen im Handumdrehen ein neues Leben. Für eine fröhliche Adventsdeko braucht es keine komplizierten Vorlagen – einfache Formen wirken oft am schönsten.
Wie wäre es mit einer kleinen Girlande aus fröhlichen Weihnachtsmützen? Dafür schneidest du aus rotem Papier viele Dreiecke aus, klebst an die Unterkante einen weißen Papierstreifen und setzt oben jeweils einen kleinen Wattebausch darauf. Mit einem schwarzen Filzstift bekommen die Mützen lustige Gesichter: verschlafene Augen, hochgezogene Augenbrauen oder ein breites „Ho-ho-ho!“. Anschließend fädelst du die Mützen mit etwas Abstand auf eine Schnur.
- Rotes, weißes und schwarzes Papier
- Schere und Klebstoff
- Watte oder kleine Pompons
- Schnur und eine Lochzange
- Schwarzer Filzstift
Die Girlande passt über ein Regal, an eine Tür oder quer über den Esstisch. Besonders niedlich sieht sie aus, wenn jede Mütze ein anderes Gesicht trägt. Eine ist vielleicht müde, die nächste überrascht und die dritte scheint dringend nach Plätzchen zu verlangen.
Witzige Wichtel für Fensterbank und Regal
Wichtel gehören für mich einfach zur Adventszeit. Sie dürfen still und heimlich Geschenke vorbereiten – oder aussehen, als hätten sie gerade eine kleine Pause mit Kakao eingelegt. Für diese lustigen Wichtel brauchst du nur alte Wollsocken, etwas Füllmaterial und ein paar Stoffreste.
Fülle eine Socke mit Reis, Watte oder alten Stoffresten und binde sie unten mit einem Gummiband zu. Für den Körper kannst du die Socke mit einem Band in zwei Bereiche teilen. Aus Filz schneidest du einen Bart, eine Nase und vielleicht kleine Schuhe aus. Die typische Wichtelmütze entsteht aus einem Stück Stoff oder Filz, das du zu einem Kegel formst und an der Seite zusammennähst oder klebst.
Für eine besonders lustige Variante bekommt jeder Wichtel eine andere Persönlichkeit. Einer trägt eine viel zu große Brille, einer hat einen schiefen Bart und einer hält ein winziges Schild mit einem Spruch in der Hand. Auf kleine Pappschilder kannst du zum Beispiel schreiben: „Plätzchenkontrolle“, „Heute nur Deko“ oder „Ich war’s nicht!“
Die Wichtel lassen sich wunderbar gemeinsam mit Tannenzweigen, Zapfen und kleinen LED-Lichtern arrangieren. Achte bei selbst gebastelten Figuren mit Reisfüllung darauf, dass sie trocken stehen. So bleiben sie lange schön und können dich auch im nächsten Advent wieder begrüßen.
Der Adventskranz mit Augenzwinkern
Ein Adventskranz muss nicht immer klassisch und feierlich daherkommen. Ein wenig Humor macht ihn zum Mittelpunkt des Raumes. Besonders einfach ist ein Kranz aus vier bemalten Gläsern. Leere Marmeladen- oder Joghurtgläser werden mit Glasmalstiften oder wasserfesten Markern zu kleinen Adventsfiguren.
Male auf jedes Glas ein anderes Gesicht: ein fröhliches Rentier, einen leicht genervten Schneemann, einen verschlafenen Weihnachtsmann und einen Stern mit großen Augen. In die Gläser kommen LED-Teelichter. So leuchtet jeden Adventssonntag ein weiteres Gesicht auf.
Wer lieber einen klassischen Kranz dekoriert, kann die Kerzen mit kleinen Papierfähnchen versehen. Auf jedem Fähnchen steht eine humorvolle Adventsweisheit:
- „Heute wird nur eine Plätzchensorte gebacken.“
- „Geschenke zählen nicht als Unordnung.“
- „Glitzer findet immer seinen Weg.“
- „Noch drei Wochen bis zum großen Aufatmen.“
Natürlich sollten echte Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen. Für Haushalte mit Kindern, Haustieren oder besonders neugierigen Gästen sind LED-Kerzen eine entspannte und sichere Alternative.
Ein fröhlicher Adventskalender ohne großen Aufwand
Ein Adventskalender muss nicht aus 24 aufwendig verpackten Geschenken bestehen. Kleine Botschaften, gemeinsame Momente und winzige Überraschungen machen mindestens genauso viel Freude. Für einen heiteren Kalender eignen sich 24 Papiertüten, die mit lustigen Gesichtern gestaltet werden.
Male auf jede Tüte Augen, Münder und vielleicht eine kleine rote Nase. Danach nummerierst du sie mit einem weißen Lackstift oder kleinen Anhängern. Die Tüten hängen an einer Schnur, liegen in einem Korb oder werden an einer selbst gebastelten Leiter befestigt.
Beim Inhalt darfst du abwechslungsreich sein. Neben Süßigkeiten passen kleine Zettel mit Ideen hinein, die den Alltag auflockern:
- Heute gemeinsam einen Weihnachtsfilm mit den verrücktesten Socken ansehen.
- Eine Minute lang wie ein Rentier durch die Wohnung trippeln.
- Jemandem einen geheimen Kompliment-Zettel zustecken.
- Den Kakao mit besonders vielen Mini-Marshmallows genießen.
- Ein Weihnachtslied erfinden, das nur aus drei Wörtern besteht.
- Gemeinsam eine Runde um den Block spazieren und nach leuchtenden Fenstern suchen.
Solche kleinen Aufgaben kosten kaum etwas, schenken aber wertvolle Zeit. Und mal ehrlich: Wann bekommt man sonst die offizielle Erlaubnis, im Wohnzimmer Rentiergeräusche zu machen?
Upcycling: Schneemänner aus alten Gläsern
Leere Gläser sind viel zu schade für das Altglas. Mit etwas Farbe werden sie zu lustigen Schneemännern, die auf der Fensterbank, im Flur oder als kleine Geschenkverpackung stehen können. Entferne zunächst die Etiketten und reinige die Gläser gründlich.
Für den Schneekörper eignen sich weiße Acrylfarbe oder ein spezieller Glasmalstift. Nach dem Trocknen malst du Augen, Mund und Knöpfe auf. Eine orangefarbene Nase aus Papier oder Filz sorgt für den klassischen Schneemann-Look. Aus einem alten Stoffrest wird ein Schal, aus schwarzem Papier ein kleiner Zylinder.
Die Gläser können mit LED-Lichtern, Süßigkeiten oder kleinen Nachrichten gefüllt werden. Als Mitbringsel für eine Adventseinladung sind sie besonders hübsch: einfach ein paar selbst gebackene Plätzchen hineinlegen und den Schneemann mit einem freundlichen Spruch versehen. „Ich schmelze für dich“ ist vielleicht ein wenig dramatisch – aber im Dezember durchaus erlaubt.
Rentier-Wäscheklammern für Geschenkverpackungen
Geschenke werden mit kleinen selbst gebastelten Anhängern sofort persönlicher. Aus Holz-Wäscheklammern entstehen im Handumdrehen niedliche Rentiere. Du brauchst braune Farbe, kleine Wackelaugen, rote Pompons und dünne Pfeifenreiniger oder Filzreste.
Bemale die Wäscheklammern braun und lasse sie gut trocknen. Klebe anschließend Augen und eine rote Nase auf. Für das Geweih schneidest du zwei kleine verzweigte Formen aus braunem Filz oder biegst sie aus Pfeifenreinigern. Eine Mini-Schleife um den Hals macht das Rentier festlich.
Die fertigen Klammern halten Geschenkanhänger, Karten oder kleine Botschaften am Geschenk. Sie können später weiterverwendet werden – etwa als Verschluss für geöffnete Plätzchentüten. So sieht nicht nur das Geschenk fröhlich aus, sondern auch die Verpackung bekommt ein zweites Leben.
Eine lustige Fotowand für die Adventszeit
Wenn im Advent Familie und Freunde zusammenkommen, darf eine kleine Fotowand nicht fehlen. Dafür brauchst du einen großen Karton, Farbe und einige weihnachtliche Accessoires. Schneide aus dem Karton einen großen Rahmen und male ihn wie ein Geschenk, einen Lebkuchen oder einen überdimensionalen Weihnachtsbaum an.
Zusätzlich bastelst du aus Papier verschiedene Sprechblasen mit kurzen Sprüchen. „Ich war nur wegen der Plätzchen hier“, „Team Lametta“ oder „Wo ist mein Geschenk?“ sorgen schnell für lustige Fotos. Als Requisiten eignen sich Papiergeweihe, große Brillen, Schnurrbärte und Weihnachtsmützen an Holzstäbchen.
Die Fotowand muss nicht perfekt sein. Ein etwas krummer Rahmen wirkt auf Bildern oft viel lebendiger als eine makellose Dekoration. Hänge sie an eine helle Wand und achte darauf, dass im Hintergrund möglichst wenig herumsteht. Dann entstehen ganz nebenbei schöne Erinnerungen, die sich auch als kleine Weihnachtskarten verwenden lassen.
Adventliche Tischdeko mit kleinen Überraschungen
Für eine fröhliche Tafel reichen wenige liebevolle Details. Falte aus bunten Servietten kleine Tannenbäume oder stecke Namenskärtchen in Mini-Tannenzapfen. Besonders schön sind kleine Überraschungskärtchen auf jedem Teller. Darauf kann ein Kompliment, ein lustiger Wunsch oder eine winzige Aufgabe stehen.
Zum Beispiel: „Erzähle deinen schönsten Wintermoment“ oder „Erfinde einen Namen für diesen Plätzchenstern“. So kommt die Unterhaltung schnell in Gang, auch wenn nicht alle Gäste einander gut kennen.
Wer eine natürliche Dekoration mag, kombiniert Zweige, getrocknete Orangenscheiben, Zimtstangen und Walnüsse. Dazu passen farbige Papiersterne oder kleine Filzfiguren. Der Duft von Orange und Zimt bringt sofort Adventsstimmung in den Raum – ganz ohne künstlichen Raumduft.
Wenn beim Basteln etwas schiefgeht
Manchmal klebt der Kleber an den Fingern, der Stern wird eher ein Seestern und das Rentiergeweih erinnert verdächtig an eine Brezel. Genau dann wird es meistens besonders schön. Selbst gemachte Dekoration darf zeigen, dass sie mit den eigenen Händen entstanden ist.
Plane beim Basteln lieber nicht zu streng. Lege Materialien bereit, probiere Farben aus und ändere den Entwurf, wenn eine andere Idee auftaucht. Kinder können eigene Figuren gestalten, Erwachsene dürfen sich beim Glitzer austoben – und niemand muss am Ende eine Bastelprüfung bestehen.
Wichtig ist nur, bei Kerzen, Heißkleber und kleinen verschluckbaren Teilen aufmerksam zu sein. Für Kinder eignen sich ungiftige Bastelfarben, stumpfe Scheren und LED-Lichter. So bleibt die Adventszeit fröhlich, kreativ und entspannt.
Fröhlich durch den Advent
DIY-Projekte machen die Vorweihnachtszeit nicht nur schöner, sondern schenken ihr Persönlichkeit. Eine schiefe Papiergirlande, ein frecher Wichtel oder ein Schneemann aus einem alten Glas erzählt viel mehr als eine Dekoration aus dem Laden: Hier hat jemand Zeit, Fantasie und ein kleines bisschen Quatsch hineingesteckt.
Vielleicht bastelst du in diesem Jahr eine ganze kleine Adventsbande. Ein Rentier bewacht die Geschenke, ein Wichtel passt auf die Plätzchen auf und der Schneemann leuchtet abends freundlich aus dem Fenster. Und wenn dabei ein wenig Glitzer auf dem Boden landet? Dann gehört er eben ebenfalls zur festlichen Stimmung – zumindest bis nach Weihnachten.
